Published by Capital Insight Ltd · Nicosia Herausgegeben von Capital Insight Ltd · Nikosia
The Banking Dossier
Access to banking

Correspondent banking is shrinking. The payments did not stop.

Das Korrespondenzbankwesen schrumpft. Die Zahlungen hoerten nicht auf.

The number of correspondent banking relationships worldwide has fallen for more than a decade. Payments still cross borders, so the volume went somewhere. Where it went, and what was given up in the move, is a question the industry has been slow to ask out loud.

How cross-border payment actually works

A bank in one country generally has no direct relationship with a bank in another. It holds an account with a correspondent — usually a large international bank — which holds relationships onward. A payment travels along that chain, each link taking a fee and applying its own compliance checks.

It is slow, opaque and expensive, and it is also the mechanism through which an enormous share of world trade settles. Complaints about correspondent banking are almost all justified. It is worth remembering that it works.

The decline, and what caused it

Since the early 2010s, large correspondents have systematically reduced the number of respondent relationships they maintain. The Financial Stability Board and the Bank for International Settlements have tracked the trend consistently, and the pattern is not disputed.

The cause is the arithmetic we have described before, applied at wholesale scale. After the large sanctions and money-laundering enforcement actions of that period, the expected cost of a compliance failure rose sharply. Maintaining a relationship with a small bank in a jurisdiction with weak supervision means owning that bank’s customers as a risk. The revenue from a modest correspondent relationship does not cover the tail risk of a nine-figure penalty.

So the relationships were cut, and they were cut where supervision was weakest — which is to say, in the countries least able to absorb the loss.

What replaced it

Three things, each worse in a specific way.

Longer chains. A bank that loses its direct correspondent does not stop making payments. It routes through a regional bank that still has a relationship. The chain gets longer, more expensive, and — the part that matters — harder to trace, because each additional hop is another point where information about the original payer can be lost or truncated.

Concentration. Fewer correspondents means more volume through each. The systemic exposure to a single institution’s failure or exit rises, in precisely the corridors with the fewest alternatives.

Non-bank rails. Money transfer operators, and increasingly stablecoins. Some are well supervised. Some are the informal networks that correspondent banking was built to replace.

The contradiction, stated plainly

De-risking was a response to anti-money-laundering enforcement. Its measurable effect has been to lengthen payment chains, reduce traceability, and push volume toward channels with less oversight.

The policy has, on its own terms, made the underlying problem harder. Standard-setters have said so repeatedly — the FATF has been explicit that wholesale de-risking is not a risk-based approach — and the trend has continued regardless, because no individual bank is penalised for exiting and every individual bank is penalised for a failure.

This is a collective action problem with a well-understood shape, and the tools for such problems are known. What is missing is any institution willing to bear the cost of going first.

What would help

Supervisory comfort is the practical lever: correspondents exit because the downside is unbounded and the tolerance for honest mistakes is unclear. Supervisors saying plainly that a well-documented risk-based decision will not be second-guessed after the fact changes the calculation more than any exhortation to remain engaged.

Beyond that: shared due diligence utilities so the same respondent bank is not assessed separately by twenty correspondents, and payment infrastructure that carries richer originator data end to end, which removes some of the reason to fear the relationship in the first place.

Our view

This is the clearest case in payments of a control producing the opposite of its intent, and it has been visible for over a decade. The reason it persists is not that anyone disputes the diagnosis. It is that the cost of the current arrangement falls on countries and businesses with no representation in the rooms where it would be changed.


Sources: Financial Stability Board reports on correspondent banking; BIS Committee on Payments and Market Infrastructures analysis of correspondent banking trends; FATF guidance on de-risking and the risk-based approach. This article contains opinion, marked as such.

Die Zahl der Korrespondenzbankbeziehungen weltweit sinkt seit über einem Jahrzehnt. Zahlungen überqueren weiterhin Grenzen, das Volumen ist also irgendwohin gewandert. Wohin — und was dabei aufgegeben wurde — fragt die Branche nur zögerlich laut.

Wie grenzüberschreitende Zahlung wirklich funktioniert

Eine Bank in einem Land hat in der Regel keine direkte Beziehung zu einer Bank in einem anderen. Sie unterhält ein Konto bei einem Korrespondenten — meist einer großen internationalen Bank —, die ihrerseits weitere Beziehungen hält. Eine Zahlung wandert entlang dieser Kette, jedes Glied nimmt eine Gebühr und wendet eigene Prüfungen an.

Das ist langsam, undurchsichtig und teuer — und zugleich der Mechanismus, über den ein enormer Teil des Welthandels abgewickelt wird. Fast alle Beschwerden über Korrespondenzbanken sind berechtigt. Man sollte daneben festhalten: Es funktioniert.

Der Rückgang und seine Ursache

Seit den frühen 2010er Jahren haben große Korrespondenten die Zahl ihrer Beziehungen systematisch verringert. Financial Stability Board und Bank für Internationalen Zahlungsausgleich verfolgen den Trend durchgängig, das Muster ist unstrittig.

Die Ursache ist dieselbe Rechnung wie zuvor, nur im Großhandelsmaßstab. Nach den großen Sanktions- und Geldwäscheverfahren jener Jahre stiegen die erwarteten Kosten eines Compliance-Fehlers sprunghaft. Eine Beziehung zu einer kleinen Bank in einem Land mit schwacher Aufsicht zu halten heißt, deren Kunden als eigenes Risiko zu übernehmen. Die Erträge einer bescheidenen Korrespondenzbeziehung decken nicht das Restrisiko einer neunstelligen Strafe.

Also wurden die Beziehungen gekappt — und zwar dort, wo die Aufsicht am schwächsten war, also in den Ländern, die den Verlust am wenigsten verkraften.

Was an die Stelle trat

Dreierlei, jeweils auf eigene Weise schlechter.

Längere Ketten. Eine Bank, die ihren direkten Korrespondenten verliert, stellt Zahlungen nicht ein. Sie leitet über eine regionale Bank, die noch eine Beziehung hat. Die Kette wird länger, teurer und — das ist der entscheidende Teil — schwerer nachzuvollziehen, weil jeder zusätzliche Sprung eine weitere Stelle ist, an der Angaben zum ursprünglichen Zahler verloren gehen oder gekürzt werden.

Konzentration. Weniger Korrespondenten heißt mehr Volumen je Korrespondent. Die systemische Abhängigkeit vom Ausfall oder Rückzug eines einzelnen Instituts steigt — genau in den Korridoren mit den wenigsten Alternativen.

Nichtbank-Schienen. Finanztransferdienste und zunehmend Stablecoins. Manche sind gut beaufsichtigt. Manche sind die informellen Netzwerke, die das Korrespondenzbankwesen einmal ersetzen sollte.

Der Widerspruch, klar benannt

De-Risking war eine Reaktion auf die Durchsetzung des Geldwäscherechts. Seine messbare Wirkung war, Zahlungsketten zu verlängern, die Nachverfolgbarkeit zu verringern und Volumen in Kanäle mit weniger Aufsicht zu drängen.

Die Politik hat das zugrunde liegende Problem nach ihren eigenen Maßstäben erschwert. Die Standardsetzer sagen das seit Jahren — die FATF ist ausdrücklich, dass pauschales De-Risking kein risikobasierter Ansatz ist —, und der Trend läuft weiter, weil kein einzelnes Institut für den Rückzug bestraft wird und jedes einzelne für ein Versäumnis.

Das ist ein Kollektivhandlungsproblem in bekannter Form, und die Werkzeuge dafür sind bekannt. Was fehlt, ist eine Institution, die bereit ist, die Kosten des ersten Schritts zu tragen.

Was helfen würde

Der praktische Hebel ist aufsichtliche Rückendeckung: Korrespondenten ziehen sich zurück, weil das Abwärtsrisiko unbegrenzt und die Toleranz für ehrliche Fehler unklar ist. Wenn Aufseher deutlich sagen, dass eine gut dokumentierte risikobasierte Entscheidung nicht im Nachhinein zerpflückt wird, ändert das die Rechnung stärker als jeder Appell.

Daneben: gemeinsame Prüfstellen, damit dieselbe Bank nicht von zwanzig Korrespondenten getrennt bewertet wird, und Zahlungsinfrastruktur, die Auftraggeberdaten durchgängig mitführt — was einen Teil des Grundes beseitigt, die Beziehung überhaupt zu fürchten.

Unsere Einschätzung

Das ist der klarste Fall im Zahlungsverkehr, in dem eine Kontrolle das Gegenteil ihrer Absicht bewirkt, und er ist seit über zehn Jahren sichtbar. Er hält sich nicht, weil jemand die Diagnose bestritte. Er hält sich, weil die Kosten der heutigen Ordnung bei Ländern und Unternehmen anfallen, die in den Räumen, in denen sie geändert würde, nicht vertreten sind.


Quellen: Berichte des Financial Stability Board zum Korrespondenzbankwesen; Analysen des BIS-Ausschusses für Zahlungsverkehr und Marktinfrastrukturen; FATF-Leitlinien zu De-Risking und zum risikobasierten Ansatz. Dieser Beitrag enthält Meinung, als solche gekennzeichnet.